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Kampfsportverzeichnis


Übersicht über die verbreitetsten Kampfsportarten




Judo

"sanfter, geschmeidiger Weg"
Historie
Diese sehr alte Kampfkunst (...die Wurzeln reichen bis 710 - 784/ Nara- Zeit) aus Japan wurde von Prof. Jigoro Kano (1860 - 1938) aus verschiedenen Kampfkünsten - im Besonderen Jiu-Jitsu - entworfen. Er sondierte bedenkliche - weil verletzungsträchtig - Techniken von seiner Meinung nach geeigneten Kampfpraktiken und fasste die relevanten Methoden zu einen neuen System - dem Judo - zusammen. Von Kano wurden zwei, der Kampfkunst zugrunde liegende Leitgedanken aufgestellt: Zum einen soll geistige und körperliche Kräft möglichst wirksam eingesetzt werden ( Seiryoku Zenyo). Zum anderen soll Wohlergehen für alle durch gegenseitige Hilfe und Verstehen untereinander gegeben sein (Jita Kyoei).
Die Besonderheit der Person Kano und die herausragende Technik und Philosophie der neuen Kampfkunst erregte Aufsehen und liessen Judo schnell zu einer (zu der Zeit erst noch) landesweit angewandten und anerkannten Kunst werden. Die "Biografie" des Judo nahm einen langen Weg, geprägt immer auch von der wechselvollen Geschichte des asiatischen Landes. Beachtlich der Triumpfzug der Idee von Prof. Jigoro Kano allein schon innerhalb Japans: Nachdem Judo lange auch schon bei Armee und Polizei praktiziert wurde, wurde es 1911 Pflichtfach in den Mittelschulen Japans! Inzwischen wird die auf japanischer Kultur und Philosophie fussende Kampfkunst weltweit von Millionen Frauen und Männern betrieben. Seit 1964 ist sie olympische Disziplin.
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Karate

"KARA" leer und "TE" Arm, Hand ...das Prinzip der leeren Hand...
Historie
Im alten China findet sich die Quelle vieler verschiedener Kampfkünste. Einige gelangten von dort unter anderem nach Okinawa, Japan. Mehrere von ihnen wurden zu "NAHA-Te" vereint. Es bildete den Ursprung des Karate.
In Tokyo wurde 1922 von Gichin Funakoshi (1869 -1957) die erste Karate-Schule gegründet. Er gilt als Begründer des modernen Karate. Funakoshi hatte bei den Meistern Itosu und Azato die alte Kunst des "Naha-Te" studiert. Sie bildete zusammen mit dem ebenfalls von ihm erlernten "SHORIN-RYU" das Fundament des "SHOTOKAN-KARATE".
Im Laufe der Zeit entfaltete sich unter seiner Leitung das Karate. Beim Ausbau und der Erweiterung dieser Kampfkunst lag ihm auch der erzieherische Aspekt am Herzen. Er erreichte, dass das japanische Erziehungsministerium Karate offiziell anerkannte und somit konnten 1957 die ersten japanischen Meisterschaften ausgerichtet werden. Einhergehend mit der ersten Karate- Weltmeisterschaft 1970 in Japan wurde die Welt-Karate-Organisation WKF gegründet...
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Taekwon-Do

"Weg des Fusses und der Hand"
Historie
Taekwondo (TKD) ist eine sehr alte koreanische Kampfkunst, deren Ursprung und Weitergabe über eine lange Zeit hinweg in der wechselhaften Geschichte Koreas zu finden ist. Im März 1966 wurde in Seoul, Korea die ITF (Internationale-Taekwondo-Föderation) unter Vorsitz von General Choi Hong Hi gegründet.
Sechs Jahre später, 1972, wurde das Gukkiwon ("Welt-Taekwondo-Hauptquartier") mit Kim Un-yong als Präsidenten in Korea ins Leben gerufen.
Den Weg nach Europa fand TKD schliesslich im Jahre 1965 durch ein offiziell von der koreanischen Regierung gesandtes Team hochgraduierter Dan-Träger (Inhaber des schwarzen Gürtels). Dieses stand unter der Leitung von General Choi Hong Hi.
TKD wuchs zum internationalen Wettkampfsport heran. Im Jahr 1973 wurde die Welt-Taekwon-Do-Föderation (WTF) gegründet. 1980 wurde sie als Weltfachverband des TKD vom IOC offiziell anerkannt. TKD wurde zur olympischen Disziplin. Es wurde 1988 und 1992 in Barcelona als Demonstrationswettbewerb zugelassen und 2000 in Sydney und 2004 in Athen als vollwertige olympische Disziplin zugelassen. In Korea selbst ist TKD heute Unterrichtsfach an Grund- und Mittelschulen.
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